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Es gibt eine große Vielfalt an Magazinen aller Art. Die häufigsten Magazine sind, was die Anzahl und die verschiedenen Modelle angeht sicherlich Surplus-Militärmagazine und Magazine von Dienstpistolen. 

Ab dem 01.09.2020 wird das  Angebot an Magazinen in Deutschland erheblich begrenzter sein als bislang. Magazine großer Kapazität, wie sie auch auf unserem Bild oben zu sehen sind, werden ab 01.09.2021 verbotene Gegenstände. Das Magazinverbot gilt für Langwaffen über 10 Schuss und Kurzwaffen über 20 Schuss Magazinkapazität. Für Jäger spielt das Verbot sicherlich keine Rolle und Sportschützen (außer IPSC) laden ohnehin nur 5 Schuss auf dem Schießstand. Wer sich jedoch für Waffengeschichte und Technik interessiert, und zwar nicht als ausgesprochener Sammler (mit „Roter WBK“) sondern als interessierter Laie, den betrifft die neue Regelung erheblich. Zudem gibt es nicht wenige Sammler, die ausschließlich Magazine sammeln und nicht einmal die entsprechenden Waffen dazu besitzen, es ist ein ebenso legitimes Sammelgebiet wie Briefmarken oder Münzen. Die Kriminalisierung trägt nur dazu bei, die Zahl verbotener Gegenstände in deutschen Haushalten zu vervielfachen und die einschlägigen Behörden weiter zu belasten. Es gibt Fristen und Übergangsregelungen (siehe unten) sowie eine Altbesitzregelung wenn man die Kaufbelege noch hat. 

Durch das Verbot ist das Angebot an Langwaffen-Magazinen die Händler anbieten können, wesentlich eingeschränkt worden. Bei Kurzwaffen-Magazinen gibt es weiterhin eine große Auswahl, Magazine für Kurzwaffen mit mehr als 20 Schuss waren auch in der Vergangenheit eher die Ausnahme. Bei sportlichen oder klassischen Halbautomaten stellen 20 -und 30 Schuss Magazine jedoch den Standard dar. Das Standardmagazin für ein G3 bzw. dessen Klone oder M14 (M1A) hat eine Kapazität von 20 Schuss, für AK47/74 und AR15 bzw. deren Klone eher 30 Schuss. Ganz abgesehen von den zahlreichen historischen Waffen mit Magazinen hoher Kapazität (z.B. Trommelmagazine, Mpi Stangenmagazine etc.). Dies gehört, außer für Altbesitz (vor dem 13.06.2017) der Vergangenheit an. Eine Regelung mit Magazinbegrenzern, wie in anderen Staaten praktiziert, wäre eine einfache und kostengünstige Lösung gewesen aber politisch nicht gewollt. Wer das Magazinverbot als marginalen Eingriff betrachtet wird bald feststellen müssen das dies nur der erste Schritt für weitere Beschränkungen von Halbautomaten war…

Die genauen Regelungen*:

  • Die neuen Regelungen betreffen Magazine für Zentralfeuermunition, sie gelten also nicht für Randfeuermunition.
  • Halbautomatische Büchsen und Flinten mit wechselbaren Magazinen dürfen nur noch mit 10-Schuss-Magazinen verwendet werden.
  • Bei fest eingebauten Magazinen gilt dies ebenfalls für Halbautomaten, nicht aber für Repetierwaffen.
  • Entscheidend für das Fassungsvermögen der Magazine  ist das Kaliber, welches der Hersteller für die jeweilige Waffe bestimmt hat. Bei Röhrenmagazinen von Flinten kann dies von Bedeutung sein.
  • Magazine für Kurzwaffen dürfen nur noch bis zu 20 Schuss Kapazität fassen.

 

Die neuen Bestimmungen gelten ab dem 01.09.2020, das eigentliche Verbot tritt dann am 01.09.2021 in Kraft. Bis dahin hat man die Gelegenheit Magazine, die nachweislich vor dem 13.06.2017 erworben wurden bei der zuständigen Behörde anzumelden. Die Behörden stellen für diesen Prozess Formulare zur Verfügung. Nach Anmeldung gelten die Magazine als legaler Altbesitz und unterliegen keinerlei Aufbewahrungsvorschriften. Diese Magazine können außerdem weiterhin verwendet werden, solange sie bei der Jagd mit 2 Patronen (+ 1 in der Waffe) geladen werden, Sportschützen laden auf dem Schießstand nicht mehr als 10 Schuss. 

Magazine die nach dem 13.06.2017 erworben wurden oder keine Kaufnachweise erbracht werden können, müssen entschädigungslos der Vernichtung zugeführt werden oder durch Antrag auf Gewährung einer Sondergenehmigung zum Besitz verbotener Gegenstände nach § 40 Abs. 4 WaffG beim Bundeskriminalamt legitimiert werden. Wird dem Antrag stattgegeben, bedeutet dies verschärfte Aufbewahrungsanforderungen nach § 13 AWaffV (DIN 1143 /0 Schrank). Die Einstufung als „Verbotener Gegenstand“ schließt natürlich auch die Verwendung aus. 

Kurzwaffenmagazine die sowohl in Kurzwaffen als auch in Langwaffen verwendet werden können gelten als Kurzwaffenmagazine. Aber Vorsicht! Zur Sicherheit sollte man solche Magazine über 10 Schuss vorsichtshalber gleich anmelden. Glock Magazine passen in einige Kurze Büchsen und Waffen von HK oder MKE können SL-Büchsen oder Pistolen sein, je nach Lauflänge. Eine HK SP5K beispielsweise, ist eine halbautomatische Pistole und kann mit 15-Schuss-Surplus-Magazinen geladen werden, eine HK SP5 oder SP5 L ist eine halbautomatische Büchse und darf nur mit 10-Schuss-Magazinen geladen werden, außer die Magazine sind als Altbesitz gemeldet, dann können es auch 30-Schuss-Magazine sein. 

 

*Diese Ausführungen dienen lediglich Ihrer Information und stellen insbesondere keine Rechtsberatung dar.