Munition

Achtung!

Der Erwerb und Besitz von Munition für Schusswaffen unterliegt dem Deutschen Waffengesetz (WaffG). Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis !

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Munition

Munition wurde und wird für eine unüberschaubare Zahl von Kalibern gefertigt. Die meisten Patronen werden mit unterschiedlichen Geschosstypen (Form/Aufbau/Material) und verschiedenen Geschossgewichten (in Grain oder Gramm angegeben) angeboten. Zudem gibt es unterschiedlich starke Ladungen für die gleiche Patrone. All dies beeinflusst die Eigenschaften der Munition. Diese Eigenschaften führen zu unterschiedlichen Leistungsparametern und sind entscheidend für die Ballistik. Neben der hier Angebotenen Patronen -und Schrotmunition, gibt es auch noch andere Arten, wie Schreckschuss, -Reizgas und -Signalmunition für sogenannte SRS-Waffen sowie Munition ohne Treibladung bzw. separaten Kartuschen für Luftdruck, -und CO2-Waffen sowie Softair-Waffen. 

Die geeignete Munition für einen bestimmten Verwendungszweck ergibt sich Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften der Munitionssorten. Die richtige Munition für eine bestimmte Waffe zu finden, ist dagegen etwas komplizierter und nicht pauschal zu bestimmen. Jede Waffe hat einen individuellen Charakter, auch wenn Waffen seit langem in Serie gefertigt werden. Wie gut eine Waffe trifft hängt neben den Fähigkeiten des Schützen, entscheidend von der Munition ab. Jedoch gibt es keine Faustregel. Günstige Munition kann in einer Waffe besser funktionieren als teure Match-Munition, besonders auf kurze Entfernungen (25 m KW/100 m LW) sind die Unterschiede teilweise vernachlässigbar. Auch der Preis und damit die Qualität der Waffe muss nicht unbedingt die Eigenschaften der verwendeten Munition positiv zur Geltung bringen. Ein Kriterium für die Wahl der Munition bei hochwertigen Waffen ist sicherlich auch die Belastung der Waffe und vor allem des Laufes durch die Geschosse und Hülsen. Projektile, die den Lauf unnötig belasten verringern seine Lebensdauer enorm. Letztlich muss man Munition für jede Waffe testen, daran führt kein Weg vorbei. Erfahrungen anderer Schützen helfen da nur sehr bedingt, Munitionswahl ist aber sicherlich eines der am meisten diskutierten Themen auf Schießständen. Auch das Thema Wiederladen vs. Fabrikmunition muss man für sich entscheiden. Der Aufwand des Wiederladens kann sich lohnen, in den Ergebnissen oder aus ökonomischer Sicht, moderne Fabrikmunition ist aber für die meisten Schützen und Jäger der bequemere und sicherste Weg.

Inzwischen spielen auch ökologische Gesichtspunkte eine Rolle, bzw. auch Gesundheitsaspekte. Deshalb wird die Verwendung von Blei in Geschossen immer weiter minimiert werden.

 

 

 

 

Achtung!

Gefahr durch Feuer oder Splitter, Spreng- und Wurfstücke. Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen
und anderen Zündquellenarten fernhalten. Nicht rauchen.

Bei der hier angebotenen Munition handelt es sich ausschließlich um zivile Fabrik-Munition für Sportwaffen und Jagdwaffen oder um Surplus-Munition aus ehemaligen Armee Beständen die für kommerzielle zivile Zwecke zugelassen ist. Bestandteile für das Wiederladen und Treibmittel (Pulver) bieten wir aus logistischen Gründen nicht an. Munition wird nur in Originalverpackungseinheiten mit entsprechender Kennzeichnung verkauft und transportiert

Munition ist Gefahrgut!

Jagd und Sportmunition ist in die Gefahrenklasse 1.4S eingeteilt. Diese Klasse umfasst Stoffe und Gegenstände, die im Falle der Entzündung oder Zündung während der Beförderung nur eine geringe Explosionsgefahr darstellen. Die Auswirkungen bei einer Explosion bleiben im wesentlichen auf das Versandstück beschränkt, und es ist nicht zu erwarten, dass Stücke größerer Abmessungen abgesprengt werden können. Ein von außen wirkendes Feuer darf keine gleichzeitige Explosion des gesamten oder nahezu gesamten Inhalts des Versandstückes nach sich ziehen.

Munition niemals demontieren!

Erwerbsberechtigungen für Munition sind:

 

Sportschützen:

Waffenbesitzkarte – „WBK Grün mit genehmigtem Munitionserwerb (Spalte 7: Berechtigt zum Erwerb und Besitz von für die Waffe bestimmter oder zugelassener Munition) für halbautomatische Langwaffen und Kurzwaffen

Waffenbesitzkarte – „WBK Gelb“ für die eingetragenen (Spalte 3: Munitionsbezeichnung/Kaliber) Einzellader-Langwaffen mit glatten und gezogenen Läufen, Repetier-Langwaffen mit gezogenen Läufen, einläufige Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition und mehrschüssige Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen).

 

Jäger:

Gültiger Jahresjagdschein für alle Langwaffen-Munition

Waffenbesitzkarte – „WBK Grün“ mit genehmigtem Munitionserwerb (Spalte 7: Berechtigt zum Erwerb und Besitz von für die Waffe bestimmter oder zugelassener Munition) für Kurzwaffen

Munitionserwerbsschein – MES (nur eingetragene Kaliber oder „Munition aller Art“)

 

Munitionssammler:

Munitionserwerbsschein – MES (nur eingetragene Kaliber oder „Munition aller Art“)

 

Waffensachverständige, sonstige Berechtigte:

Munitionserwerbsschein – MES (nur eingetragene Kaliber oder „Munition aller Art“)

Munition für Schusswaffen kann nach verschiedenen Kriterien unterteilt werden:

 

Art der Zündung (konstruktiver Aufbau, Funktionsweise):

  • Zentralfeuerpatronen (Boxerzündung, Berdanzündung)
  • Randfeuerpatronen

 


 

Nach den Abmessungen:

  • Kleinkaliberpatrone
  • Kurzpatrone
  • Mittelpatrone
  • Schrotpatrone/Flintenlaufgeschoss

 


 

Art der Waffe für die sie genutzt werden soll:

 

Kurzwaffen

  • Pistolen (Pistolenpatrone)
  • Revolver (Revolverpatrone)

Langwaffen

  • Büchsen (Büchsenpatrone)
  • Flinten (Flintenlaufgeschoss, Schrotpatrone)
  • Verwendung/Einsatzgebiet

 

Zweck:

 

  • Jagd (Jagdmunition)
  • Sport (Sportmunition)
  • Militär/Polizei (Kriegsmunition/Einsatzmunition)

 


 

Andere Unterteilungen wären:

  • SRS-Munition
  • Übungsmunition
  • Wettkampfmunition
  • Einsatzmunition

 

Oder auch die Art der Herstellung bzw. Zulassung:

 

  • Wiedergeladene Munition zum Eigenverbrauch
  • Wiedergeladene Munition für den zivilen Markt zugelassen
  • Fabrikmunition für den zivilen Markt zugelassen
  • Kriegsmunition für das Militär
  • Behördenmunition für Polizei/Zoll
Ballistik*

Jedes Merkmal einer Patrone, wie etwa Hülsenmaße (Treibladungsmenge), Hülsenform, Geschossart, Geschossmaße, Geschossform, Geschossaufbau (Material -bzw Materialkomposition), Geschossgewicht, Geschossenergie, Treibladungsart, Abbrandgeschwindigkeit u.a. beeinflussen die ballistischen Eigenschaften auf verschiedene Weise und haben unterschiedlich starke Auswirkungen auf die Felder der Ballistik. Andere wichtige Faktoren betreffen die Waffe selbst, vor allem die Eigenschaften des Laufs. Die vier grundlegenden Felder der Ballistik sind:

  • Innenballistik
  • Außenballistik
  • Zielballistik (Terminalballistik)
  • Wundballistik

 

Innenballistik. Sie wird bestimmt durch die Abläufe in Patronenlager und Lauf, von der Zündung der Treibladung bis zum Verlassen der Laufmündung durch das Geschoss. Dabei spielen Eigenschaften der Munition und des Laufes eine Rolle. Für die ballistische Leistung und Mündungsenergie sowie Rasanz des Geschosses ist die Größe und Form der Hülse, damit die Treibladungsmenge, sowie deren Abbrandverhalten und der damit entstehende Gasdruck, wesentlich. Geschossaufbau und Material spielen auch eine Rolle (Reibung). Kaliber, Art des Laufes (z.B. Freischwinger), Laufprofil (glatt, gezogen, polygonal) und Lauflänge (bei gezogenen Läufen Drallänge) beeinflussen die Innenballistik.

Außenballistik. Die oben angeführten Einflüsse auf die Innenballistik bestimmen auch die Außenballistik. Diese beginnt, wenn das Geschoss die Laufmündung verlässt. Wichtige Parameter für die weitere Flugbahn und Wirkung im Ziel sind die Mündungsgeschwindigkeit (v0) und die Mündungsenergie. Sie sind entscheidend für die wirksame -und absolute Reichweite. Für die Außenballistik sind Geschossform und Geschossgewicht (Luftwiderstand, Windempfindlichkeit und Flugstabilität) Kriterien, außerdem die Lauflänge und andere Laufeigenschaften. Eine möglichst direkte, gestreckte Flugbahn ist das Ideal.

Zielballistik. Wie zu erwarten, ist die Zielballistik das Verhalten des Geschosses im Ziel. Alle oben genannten Kriterien führen letztlich zur Wirkung im Ziel. Diese ist für das Militär und Behörden von alles entscheidender Bedeutung, Wirkung kommt noch vor Präzision. Hierfür ist eine hohe Durchschlagsleistung, auch durch Deckungen/Hindernisse hindurch maßgebend. Für Sportschützen ist sicherlich die Präzision entscheidend. Hierbei hat die richtige Munition zur Waffe, neben den Fähigkeiten des Schützen einen großen Anteil. Wirkung im Ziel ist im sportlichen Bereich zu vernachlässigen, einzig Merkmale, die zu einer hohen Genauigkeit führen sind wichtig. Dazu gehört auch, dass jede Patrone/Geschoss nahezu identisch sein sollte, um eine hohe Wiederholgenauigkeit und Kontinuität bei den Schiessergebnissen zu erzielen. Dies ist meist bei qualitativ hochwertiger und oft auch kostspieliger Match-Munition gewährleistet. Für dynamische Disziplinen ist das Zerlegeverhalten der Geschosse im Ziel noch zu erwähnen, eine Gefährdung des Schützen durch Splitter oder Querschläger sollte minimiert werden. Bei der Jagd führt die Zielballistik direkt zum Thema Wundballistik.

Wundballistik. Die Wirkung von Geschossen in Lebewesen ist wesentlich für die Anforderungen von Militär und Behörden. Bestimmte Geschossformen sind selbst im Krieg verboten weil sie unnötig schwere Verletzungen verursachen. Für Polizeibehörden sind effektive Geschosse zum Eigenschutz und zur Gefahrenabwehr essenziell. In Staaten wo die Selbstverteidigung oder Verteidigung des Eigentums mit der Waffe Grundrechte sind, ist die Wirkung von Geschossen auf Angreifer ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Besonders bei der Jagd ist die Wundballistik von größter Bedeutung, denn es geht darum Wild nicht unnötig leiden zu lassen und dies ist nur mit effektiven Geschossformen zu leisten. Außerdem soll das Wildbret einer nützlichen Verwertung zugeführt werden und möglichst wenig beschädigt bzw. kontaminiert sein. Geschossform, Aufbau und verwendetes Material, sowie Kalibergröße sind hier die beeinflussenden Größen bei der Wirkung im Tierkörper. Das Zielmedium (Gewebe, Knochen) und dessen Konsistenz beeinflusst natürlich auch die Verformung oder Zerlegung des Projektils.

 

Geschossformen.  Es gibt unzählige Geschossformen bzw. verschiedene Arten des Geschossaufbaus für Kurzwaffen, Langwaffen, Jagd, und Krieg/Behördeneinsatz. Im zivilen Bereich ist es besonders die Jagd bei der es auf die Eigenschaften der Geschosse und ihre Form ankommt. Die große Vielfalt an Formen und Typen hier aufzuführen würde wirklich den Rahmen sprengen, deshalb verweise ich auf das Internet bzw. entsprechende Fachliteratur.

*dient nur der Information, kein Anspruch auf Vollständigkeit oder fachliche Richtigkeit