Repetierwaffen

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Repetier 

Die Entwicklung von Repetierwaffen geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Erste Vertreter waren Unterhebelrepetierer (lever-action), allgemein bekannt aus amerikanischen Western oder Filmen über den amerikanischen Bürgerkrieg. Beispiele sind das Henry-Gewehr, Spencer Repeating Rifle oder die Winchester -und später Colt „lever-actions“ Gewehre. Diese Art von Waffen erfreut sich auch heute noch einiger Beliebtheit und werden von Herstellern wie Marlin (Remington) oder Ruger angeboten.

In Europa wurde ein anderer Weg gewählt und Repetierer mit Zylinderverschluss und Kammerstengel entwickelt. Dieses System, sein bekanntester Vertreter in Deutschland ist das System Mauser 1898, hat sich bis heute weltweit durchgesetzt, sowohl bei Jagdwaffen, im Sportbereich als auch bei Militär und Polizei (Scharfschützengewehre).

Der überwiegende Teil der Repetier-Langwaffen sind Büchsen mit eingebautem Kastenmagazin oder Wechselmagazinen. Bei modernen Systemen wird zunehmend darauf geachtet das Magazine für Waffen verschiedener Hersteller kompatibel sind. Repetierbüchsen kommen in allen Kalibern und Preiskategorien. Seit einigen Jahren ist der Long-Range-Bereich im sportlichen Schießen ein Wachstumsmarkt. Hier werden zumeist aufgrund ihrer Präzision Repetierbüchsen mit ZF verwendet, der Trend geht hin zu immer stärkeren Kalibern für größere Reichweiten (in Deutschland mangelt es freilich an geeigneten Schießständen). Dieser Trend folgt im Grunde den Tendenzen bei militärischen Anwendungen im Bereich der Scharfschützen militärischer Spezialeinheiten die ihre Ziele in Ausnahmefällen inzwischen auf 2 bis 3 km ausschalten können. Dabei werden meist Kaliber wie 12,7X99 (.50BMG) oder .338 Lapua Magnum verwendet die auch im Long-Range Sport zunehmend Verbreitung finden.

Repetierbüchsen sind vor allem auch Jagdwaffen. Ihre hohe Zuverlässigkeit und Genauigkeit mit der richtigen Munition und einem ordentlichen Glas sprechen für sich. Gegenüber Kipplaufbüchsen mit zwei oder mehr Läufen haben sie natürlich den klaren Nachteil des Nachladens sollte der erste Schuss nicht sitzen.

Repetier-Flinten sind Vorderschaft-Repetierer mit Röhrenmagazin (slide -bzw. pump-action). Sie eignen sich am Besten um Angreifer auf kurze Distanzen zu stoppen, also beim Behördeneinsatz. Sportlich werden Vorderschaft-Repetierflinten für dynamische Flintendisziplinen verwendet. Für die Jagd ist der Nachladevorgang eher ungünstig, da sind klassische Kipplauwaffen mit zwei Läufen oder auch Halbautomaten besser geeignet.

 Hinweise

Repetier-Langwaffen (Repetierer)

Definition lt. Anlage 1 Nr. 2.3 WaffG

„Repetierwaffen; dies sind Schusswaffen, bei denen nach Abgabe eines Schusses über einen von Hand zu betätigenden Mechanismus Munition aus einem Magazin in das Patronenlager nachgeladen wird.“

 
  • „WBK Gelb“ für Sportschützen ohne Voreintrag (§14 Abs.4 WaffG)  Achtung! maximal 10 Waffen insgesamt! Erwerbsstreckungsgebot beachten (2 Waffen im halben Jahr, 2/6 Regel) Einzellader-Langwaffen mit glatten und gezogenen Läufen, Repetier-Langwaffen mit gezogenen Läufen , einläufige Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition und mehrschüssige Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen).
  • Jäger auf Jahresjagdschein ohne Einschränkungen

Verbreitete Kaliber für Repetier-Büchsen:

.222, .223 Remington

  • .222 Remington war eine Jagdpatrone für Rehwild die weiterentwickelt wurde und als .223 Remington Ende der 60er Jahre bei der U.S Army und später in der NATO als 5.56X45 NATO eingeführt und bis heute verwendet wird.
  • Eines der meist verwendeten sportlichen Kaliber (besonders auch für Selbstlader) weltweit, jagdlich ebenfalls genutzt.

6.5 Creedmoor (6,5X48)

  • 6.5 Creedmoor wurde für Long-Range-Targetshooting entwickelt, hat einen geringeren Rückstoß als .308Win, eine höhere Trefferwarscheinlichkeit auf 1000 m und geringere Windempfindlichkeit. Beim SOCOM ersetzt es bereits 7.62X51 NATO für DMR Anwendungen.

.260 Remington (6.5X51)

  • Relativ neues Kaliber (90er) für Sport und Jagd, entwickelt aus der .308Win und etwas stärker als 6.5X55 SE.

6.5X55 SE (schwedish)

  • Patrone für den sogenannten „Schwedenmauser“ M1896 bzw. Krag-Jørgensen Repetierbüchsen.
  • In Skandinavien für Wildarten vom Auerhahn bis Elch verwendet (mit unterschiedlichen Geschossgewichten)
  • Im Schießsport aufgrund des moderaten Rückstoßes und der hohen Präzision beliebt.

.30-03., 270 Winchester (7X64.5)

  • Die .30-03 wurde für das amerikanische Infanteriegewehr Springfield M1903 entwickelt.
  • Daraus entstand das Kaliber .270 Win als Jagdkaliber, international weit verbreitet zur Jagd von Schwarzwild oder Hirschen und Elchen, in Deutschland eher weniger genutzt.

.300 Winchester Magnum (7.62X66.5)

  • In Nordamerika gern zur Jagd auf Schwarzbären und Grizzlys verwendet.
  • Sportlich für Long-Range-Disziplinen und bei den militärischen Vorbildern in Spezialeinheiten für Scharfschützenwaffen verwendet.

.303 British (7.7x56R)

  • Im 1./2. Weltkrieg Standardkaliber der Briten bzw. des gesamten Commenwealth. Während der Kriege im südl. Afrika gegen die Aufstandsbewegungen, von Rhodesien und Südafrika vor allem als MG Kaliber verwendet. Heute noch in Afghanistan gegen U.S. Truppen in Verwendung.
  • In verschiedenen Ordonanz/Dienstgewehr-Disziplinen der Schießsportverbände in Deutschland für das Lee-Enfield Repetiergewehr zugelassen.

.30-06 Springfield (7.62×63)

  • Starkes Militärkaliber mit erheblichem Rückstoß, 1906 bei der U.S. Armee eingeführt und bedeutend durch die Verwendung im Selbstladegewehr M1 Garant.
  • Heute ist dieses Kaliber das wichtigste Jagdkaliber weltweit, in Deutschland für jede Art von Schalenwild zugelassen und sehr beliebt.

.308 Winchester (7.62X51)

  • Als Jagdpatrone für den amerikanischen Markt entwickelt, ist sie auch in Deutschland als Jagdmunition äußerst beliebt und weit verbreitet. Wie 8X57 IS für alle Wildarten zugelassen obwohl schwächer als Diese. Im sportlichen Bereich das am meisten verwendete Kaliber neben .223 Remington auf 100 Meter.
  • Für militärische Anwendung ab 1953 als 7.62X51 NATO weltweit eingeführt und bis heute verwendet. Erlebte im Irak und Afghanistan ein Revival als Infanteriekaliber, neben der Verwendung in Maschinengewehren.

8X57 IS (7.92X57)

  • Standard Kaliber des deutschen Militärs (eigentlich 7.92X57) für alle Langwaffen (K98, FG42, G41, G43, MG34, MG42). Sehr starke Patrone, für die Infanteriewaffe des einfachen Soldaten überdimensioniert.
  • Als Jagdpatrone in Deutschland sehr verbreitet und für jede Art von Schalenwild zugelassen.

 

.338 Lapua Magnum (8.6X70)

  • Entwickelt für militärische Scharfschützen und dort etabliert, wie auch im Long-Range-Sport.
  • Findet auch jagdliche Verwendung für Großwild.

.50 BMG (12.7X99)

  • Eines der größten Kaliber für Repetierwaffen, von einigen Anti-Tank-Gewehren der Weltkriege abgesehen. Wird vor allem in Nordamerika auch im Long-Range-Bereich verwendet, in Deutschland gibt es dafür nur wenige Schießstände.
  • Sonst weltweit extensiv militärisch genutzt und sehr verbreitet für schwere Maschinengewehre und Anti-Materiel-Gewehre gegen Fahrzeuge (Motorblock) oder Deckungen, sowie Scharfschützengewehre.

 

Gängige Flintenkaliber sind:

.410   – leichtes Kaliber für Schrot oder Flintenlaufgeschosse (Slug) in verschiedenen Hülsenlängen. Wird meist zur Schädlingsbekämpfung oder für leichtes Wild genutzt.

12/70 – das häufigste Flintenkaliber, Munition kann auch aus Waffen für das Kaliber 12/76 verschossen werden (nicht aber umgekehrt!)

12/76 –  Aufgrund der längeren Hülse das stärkere Kaliber

12/89 –  sehr starkes Kaliber mit entsprechendem Rückstoß