Halbautomaten

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Alle Artikel aus dieser Produktkategorie sind erlaubnispflichtige Schusswaffen im Sinne des Deutschen Waffengesetzes (WaffG). Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis !

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Halbautomaten/Selbstlader

Die Entwicklung der zivilen halbautomatischen Langwaffen ergibt sich aus der Entwicklung automatischer und halbautomatischer Kriegswaffen wie Standard-Infanteriegewehren und Maschinengewehren seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders vor und während des 2. Weltkrieges suchte man nach Alternativen für die Repetier-Langwaffen der Infanterie, der persönlichen Waffe des einfachen Soldaten. Dabei entstanden auf Alliierter Seite die ersten Selbstladebüchsen wie das amerikanische Springfield M1 Garant, der .30 M1 Carbine oder der russische SVT 40 von Tokarev sowie später Simonov SKS 45. In Deutschland wurden Erfahrungen mit den Selbstladegewehren G41 und G43 gesammelt, das Gross der Landser benutzte aber den Mauser K98 Repetierer wie auch Engländer, Franzosen und die meisten russischen Soldaten Repetier-Infanteriewaffen benutzten. Alle kriegsführenden Parteien verwendeten Maschinenpistolen zur Ergänzung. Mit dem M1 Garant hatten die Amerikaner insgesamt taktisch einen Vorteil in ihrer Standardbewaffnung. Gegen Ende des Krieges kamen in Deutschland die ersten Sturmgewehre auf, Waffen, bei denen man zwischen Einzel- und Dauerfeuer wählen konnte (FG 42, Mkb 42, StG43/44). Ein damals wegweisendes Konzept, welches Infanteriewaffe und leichtes Maschinegewehr miteinander vereinigte war das deutsche Fallschirmjägergewehr FG 42. All diese Entwicklungen beeinflussten maßgeblich die nachfolgenden Konstruktionen und führten letztlich zum modernen Sturmgewehr (Assault Rifle), dessen bekannteste und prägende Vertreter die Kalaschnikov AK47/AK74 und das AR15/M16/M4 sind. Die „Black Rifle“ (AR15) wurde von Beginn an auch als semi-automatische Sporter-Version für den zivilen Markt in Nordamerika gefertigt (ab 1964), somit haben solche Halbautomaten auch schon eine lange Tradition.

Moderne sportliche Selbstladebüchsen sind Waffen, die mit den oben erwähnten Kriegswaffen nur die äußere Erscheinung gemein haben. Diese sportlichen Halbautomaten können nur Einzelfeuer verschießen, die Feuergeschwindigkeit hängt also von der Schnelligkeit des Schützen ab, den Abzug zu betätigen. Diese Waffen werden mit anderen Fertigungsmaßen hergestellt als ihre militärischen Vettern, so dass ein Austausch von wichtigen Komponenten wie Lauf und Verschluss untereinander nicht möglich ist. Oder sie haben keine militärischen Vorbilder und sind komplette Neuentwicklungen. Ein gutes Beispiel sind zivile Klone des ehem. Standardgewehrs der Bundeswehr G3. Es wird von verschiedenen Herstellern als sportlicher Halbautomat gebaut. Die Türkei fertigt beispielsweise sowohl zivile Klone als auch militärische Sturmgewehre parallel, ohne dass man wesentliche Komponenten tauschen könnte. Anbauteile, Zubehör und nichtwesentliche Teile, meist auch die Magazine sind jedoch tauschbar, was die originale Anmutung erhält und einen preiswerten Nachschub an Ersatzteilen aus Surplus-Beständen garantiert. Der Markt für zivile Klone, besonders beim AR15/AR10 ist vor allem in Nordamerika riesig und die Auswahl fast unübersichtlich zu nennen. Jeder große Hersteller bietet ein AR15 Klon an, viele kleine Firmen versuchen sich ebenfalls mit diesen Waffen und Zubehör im Tuning-Bereich zu etablieren.  Auch in Deutschland haben sich mehrere Hersteller von sportlichen AR15 Klonen etabliert. Außer neu produzierten Waffen gibt es auch einige klassische Selbstladewaffen (siehe oben) denen ihre Kriegswaffeneigenschaft genommen wurde, die somit vom WaffG umfasst sind und im sportlichen Schießen von historisch/technisch interessierten Schützen für entsprechende Disziplinen der Verbände verwendet werden können. Insgesamt gibt es für zivile Selbstladewaffen bei den Sportverbänden zahlreiche Disziplinen und die Beliebtheit steigt. Selbstlader vom Typ AR15 beispielsweise, sind mit Abstand die am weitesten verbreiteten sportlichen Selbstlader in den USA und auch hierzulande in zunehmendem Maße gefragt.

Auch vor der altehrwürdigen Jagd macht die Entwicklung nicht halt, hochwertige Halbautomaten mit jagdlicher Schäftung finden immer mehr Anhänger in der Jägerschaft. Sicherlich bleiben traditionelle Kipplaufwaffen oder Repetierer weiter die dominierenden Jagdwaffen.

Selbstladeflinten sind eher eine Erscheinung der jüngsten Zeit und werden bei dynamischen IPSC-Disziplinen im sportlichen Bereich verwendet oder vor allem auch im Behördlichen Einsatz bei Sondereinsatzkommandos der Polizei und Spezialeinheiten des Militärs. Selbstladeflinten vertragen nicht jede Munition, schwache Ladungen können dazu führen, dass die Waffe nicht zuverlässig repetiert, die Munitionswahl ist hier sehr wichtig, etwas das man bedenken muss wenn man Kipplaufflinten oder Repetierflinten gewöhnt ist.

Halbautomatische Büchsen oder Flinten erfreuen sich wachsender Beliebtheit, auch wenn von interessierten Kreisen alles versucht wird ein Negativimage zu verbreiten. Dabei werden gern illegale, verbotene automatische Kriegswaffen und legale halbautomatische Sportwaffen in einem Atemzug genannt. Die mediale Berichterstattung ist keinesfalls objektiv sondern ideologisch motiviert und meist sachlich fehlerhaft.  Zukünftige Verschärfungen des Waffengesetzes werden mit Sicherheit Halbautomaten betreffen, der erste Schritt war das Verbot von Magazinen großer Kapazität für diese Waffen.

Hinweise

Definition Halbautomaten: Auch als Selbstlader bezeichnet. Dies sind Schusswaffen, bei denen durch einmalige Betätigung des Abzuges oder einer anderen Schussauslösevorrichtung jeweils nur ein Schuss abgegeben wird (Einzelfeuer) und die danach selbsttätig erneut schussbereit werden. Beispiele: Selbstladepistole, Selbstladegewehr. 

Der Begriff „Halbautomaten“ hat sich umgangssprachlich für Selbstladegewehre durchgesetzt, obwohl halbautomatische Pistolen (Selbstladepistolen), technisch ebenfalls Halbautomaten sind. International spricht man von „semi-automatic“.

Halbautomatische Büchsen und Flinten erfreuen sich seit einigen Jahren bei Sportschützen und Jägern zunehmender Beliebtheit, entsprechend groß ist die Nachfrage. Diese Waffen spiegeln einfach in Bezug auf Performance, Ergonomie und Aussehen den Stand der modernen Technik wieder, wie dies für Produkte in allen anderen Bereichen auch gilt. Im Sportlichen Bereich gibt es zahlreiche Disziplinen, auch dynamische wie beispielsweise IPSC, bei denen Halbautomaten verwendet werden. Außerdem haben die Verbände Disziplinen für halbautomatische Ordonanzwaffen, die bereits jetzt Klassiker sind und damit ein Stück Technikgeschichte darstellen.

Erlaubnisse für Halbautomatische Büchsen/Flinten:

 

Nicht alle hier angebotenen Waffen können von Sportschützen und Jägern gleichermaßen erworben werden! Entsprechende Hinweise finden sie bei den einzelnen Produkten.

Sportschützen

  • WBK Grün mit Voreintrag (gültig 1 Jahr)
  • Achtung! Erwerbsstreckungsgebot für Sportschützen beachten (2 Waffen im halben Jahr, 2/6 Regel) außerdem ist die Gesamtzahl der zu erwerbenden halbautomatischen Langwaffen auf 3 Stück begrenzt (Regelkontingent), Ausnahmen wegen entsprechender regelmäßiger/erfolgreicher Wettkampfteilnahmen sind möglich und können vom jeweiligen Sportverband erteilt werden.
  • Stellen sie sicher, dass sie nur Waffen erwerben für die es in der Sportordnung ihres Verbandes auch eine entsprechende Disziplin gibt!

 

Jäger

  • Jäger erwerben Halbautomatische Langwaffen auf gültigen Jagdschein ohne Einschränkungen, jedoch müssen sie jagdlich zulässig sein (BJagdG).

 

Waffenhändler

  • Waffenhandelslizenz (WHL)

 

Waffensammler

  • WBK Rot (nur das Sammelgebiet umfassende Waffen)

 

Sachverständige

  • WBK Rot oder sonstige Sondergenehmigungen des BKA
Kaliber (auch) für Halbautomaten:

 

.22lfB (.22lr)

  • Als Kleinkaliber bezeichnet und meist sportlich verwendet, z.B. Biathlon. In der DDR auch für die vormilitärische Ausbildung der GST mit der KK-Mpi 69 verwendet (Vollautomat!)
  • Dient auch als Einstieg für die Jugend in den Großkaliber Sport.
  • eine der wenigen Randfeuerpatronen mit weiter Verbreitung.

5.45X39 (M74)

  • Russisches Militärkaliber als Antwort auf den Trend zur Verkleinerung des Infanteriekalibers zum Ende der 60er Jahre im Westen. Entwickelt für AK-74 und RPK-74.
  • Militärisch verbreitet aber bei weitem nicht so stark wie 7.62X39 oder 5.56×45 NATO.
  • In Russland und den USA auch für den Zivilmarkt. In Deutschland nur durch Jäger erwerbbar und sportlich im SSG82 Repetierer verwendet.

.222, .223 Remington

  • .222 Remington war eine Jagdpatrone für Rehwild die weiterentwickelt wurde und als .223 Remington Ende der 60er Jahre bei der U.S Army und später in der NATO als 5.56X45 NATO eingeführt und bis heute verwendet wird.
  • Eines der meist verwendeten sportlichen Kaliber (besonders auch für Selbstlader) weltweit, jagdlich ebenfalls genutzt.

6.5 Creedmoor (6,5X48)

  • 6.5 Creedmoor wurde für Long-Range-Targetshooting entwickelt, hat einen geringeren Rückstoß als .308Win, eine höhere Trefferwarscheinlichkeit auf 1000 m und geringere Windempfindlichkeit. Beim SOCOM ersetzt es bereits 7.62X51 NATO für DMR Anwendungen.

.260 Remington (6.5X51)

  • Relativ neues Kaliber (90er) für Sport und Jagd, entwickelt aus der .308Win und etwas stärker als 6.5X55 SE.

6.5X55 SE (schwedish)

  • Patrone für den sogenannten „Schwedenmauser“ M1896 bzw. Krag-Jørgensen Repetierbüchsen.
  • In Skandinavien für Wildarten vom Auerhahn bis Elch verwendet (mit unterschiedlichen Geschossgewichten)
  • Im Schießsport aufgrund des moderaten Rückstoßes und der hohen Präzision beliebt.

6.8 Remington SPC (6.8X43)

  • Aus der Jagdpatrone .270 Winchester leitete man die 6.8 SPC ab, sie wurde als Ersatz für die 5.56×45 NATO entwickelt (44% mehr Leistung) ist aber schwächer als 7.62×51 NATO und wird deshalb bei den U.S. Streitkräften nicht beide ersetzen können. Findet auch im zivilen Sektor, bei Benchrest-Schützen und jagdlich Verwendung. 

7.62X39 (M43)

  • Russisches Militärkaliber für SKS-45 und AK-47 entwickelt, auch heute noch bei bewaffneten Konflikten weltweit am weitesten verbreitet.
  • In Russland und den USA auch zur Jagd auf Rehwild, Füchse u.a. verwendet.
  • sportlich in Deutschland lange nicht erlaubt (inzwischen gibt es BKA-Feststellungsbescheide zu diversen Waffen mit diesem Kaliber).

.308 Winchester (7.62X51)

  • Als Jagdpatrone für den amerikanischen Markt entwickelt, ist sie auch in Deutschland als Jagdmunition äußerst beliebt und weit verbreitet. Wie 8X57 IS für alle Wildarten zugelassen obwohl schwächer als Diese. Im sportlichen Bereich das am meisten verwendete Kaliber neben .223 Remington auf 100 Meter.
  • Für militärische Anwendung ab 1953 als 7.62X51 NATO weltweit eingeführt und bis heute verwendet. Erlebte im Irak und Afghanistan ein Revival als Infanteriekaliber, neben der Verwendung in Maschinengewehren.

.30-03., 270 Winchester (7X64.5), 

  • Die .30-03 wurde für das amerikanische Infanteriegewehr Springfield M1903 entwickelt.
  • Daraus entstand das Kaliber .270 Win als Jagdkaliber, international weit verbreitet zur Jagd von Schwarzwild oder Hirschen und Elchen, in Deutschland eher weniger genutzt.

7.62X54R

  • starkes russisches Infanteriekaliber und das älteste noch weit verbreitete Militärkaliber überhaupt.
  • Heute vor allem in bewaffneten Konflikten für mittlere bis schwere Maschinengewehre und Scharfschützengewehre verwendet . Sportlich in Klonen des Halbautomaten Dragunov SWD und bei Dienstgewehr-Disziplinen im Mosin-Nagant Repetiergewehr, für das die Patrone ursprünglich entwickelt wurde.

.300 Winchester Magnum (7.62X66.5)

  • In Nordamerika gern zur Jagd auf Schwarzbären und Grizzlys verwendet.
  • Sportlich für Long-Range-Disziplinen und bei den militärischen Vorbildern in Spezialeinheiten für Scharfschützenwaffen verwendet.

.303 British (7.7x56R)

  • Im 1./2. Weltkrieg Standardkaliber der Briten bzw. des gesamten Commenwealth. Während der Kriege im südl. Afrika gegen die Aufstandsbewegungen, von Rhodesien und Südafrika vor allem als MG Kaliber verwendet. Heute noch in Afghanistan gegen U.S. Truppen in Verwendung.
  • In verschiedenen Ordonanz/Dienstgewehr-Disziplinen der Schießsportverbände in Deutschland für das Lee-Enfield Repetiergewehr zugelassen.

.30-06 Springfield (7.62×63)

  • Starkes Militärkaliber mit erheblichem Rückstoß, 1906 bei der U.S. Armee eingeführt und bedeutend durch die Verwendung im Selbstladegewehr M1 Garant.
  • Heute ist dieses Kaliber das wichtigste Jagdkaliber weltweit, in Deutschland für jede Art von Schalenwild zugelassen und sehr beliebt. Auch jagdliche Halbautomaten nutzen dieses Kaliber (Drückjagd)

8X57 IS (7.92X57)

  • Standard Kaliber des deutschen Militärs (eigentlich 7.92X57) für alle Langwaffen (K98, FG42, G41, G43, MG34, MG42). Sehr starke Patrone, für die Infanteriewaffe des einfachen Soldaten überdimensioniert.
  • Als Jagdpatrone in Deutschland sehr verbreitet und für jede Art von Schalenwild zugelassen.

 

 

Gängige Flintenkaliber sind:

12/70 – das häufigste Flintenkaliber, Munition kann auch aus Waffen für das Kaliber 12/76 verschossen werden (nicht aber umgekehrt!)

12/76 –  Aufgrund der längeren Hülse das stärkere Kaliber

12/89 –  sehr starkes Kaliber mit entsprechendem Rückstoß