Langwaffen

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Alle Artikel aus dieser Produktkategorie sind erlaubnispflichtige Schusswaffen im Sinne des Deutschen Waffengesetzes (WaffG). Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis !

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Die wesentlichen Merkmale einer Langwaffe

Alle Langwaffen besitzen einen Lauf, der erheblich länger ist als bei Kurzwaffen. Der Lauf kann gezogen oder glatt sein. Ein langer Lauf führt das Geschoss länger bis zum Verlassen der Mündung und verleiht ihm Stabilität. Daneben sorgt er für eine gestreckte Flugbahn. Das Ergebnis ist eine wesentlich höhere Reichweite als bei einer Kurzwaffe, prinzipiell gilt, je länger der Lauf, desto größer ist die Reichweite der Waffe. Auch die Präzision wird durch den längeren Lauf erheblich verbessert. Natürlich beeinflusst auch die Art der genutzten Munition die Reichweite, Präzision oder Mündungsenergie. In den meisten Fällen bedeutet ein längerer Lauf auch eine längere Visierlinie. Das ermöglicht ein genaueres Zielen und gleicht Fehler des Schützen besser aus.

Das wichtigste Merkmal einer Langwaffe ist die Möglichkeit diese mit Hilfe des Schaftes, an der Schulter in Anschlag zu bringen. Im Gegensatz dazu haben Kurzwaffen in der Regel keinen Schaft und werden ein -oder beidhändig geschossen. Bei sportlichen Flinten-Disziplinen und bei der Jagd ist der richtige Schaft sogar das ausschlaggebende Kriterium. Man sagt: „Der Schaft schießt, nicht die Waffe“. Frühere Versuche mit Hilfe von Anschlagkästen (C96, APS u.a.) Kurzwaffen in Anschlag zu bringen finden heute wieder eine Wiederbelebung in Form der Carbine-Conversion Kits. Natürlich hat die Anschlagsart auch einen nicht unwesentlichen Einfluss. Stehend freihändig oder in der Bewegung bzw. das Schießen auf bewegliche Ziele stellen sicher die größten Anforderungen an den Schützen und erfordern die meiste Übung. Jede Art der Unterstützung der Waffe (aufgelegt, angestrichen) hilft beim stabilisieren der Waffe und dient somit der Präzision und Kontinuität.

Waffen für Sportschützen und Jäger

Jagdwaffen

Bei der Art der Waffe ist die Verwendung das entscheidende Kriterium. Sportschützen und Jäger haben unterschiedliche Zielstellungen und somit verschiedene Ansprüche an eine Langwaffe. Für den Jäger steht die jagdliche Eignung im Vordergrund. Also kommt es auf die Wirkung im Ziel an, somit ist das Kaliber wichtig, insbesondere im Hinblick auf die verschiedenen Wildarten. Ein jagdlicher Schaft ist für den Jäger ebenfalls wichtig. Er kann aus einem großen Spektrum an Langwaffen und Kalibern schöpfen und ist weniger beschränkt solange die Waffen und das Kaliber zur Jagd zugelassen sind.

Waffen für Sportschützen

Der Sportschütze kann zwischen zahlreichen Schießsportdisziplinen wählen und somit je nach Neigung sportliches und historisch-technisches Interesse bedienen. Die Regelungen ermöglichen es Sportschützen sich unterschiedliche Langwaffen zuzulegen, jedoch gibt es verschiedene gesetzliche Hürden die nicht jede Waffen für Sportschützen zulassen. Das beginnt mit der kürzesten Lauflänge von mindestens 420 mm, inklusive Patronenlager. Die russischen Kaliber 7.62X39 und 5.45X39, sind in Verbindung mit der äußeren Erscheinung einer vollautomatischen Kriegswaffe (also die originale Anmutung einer AK47/74) ebenfalls nicht für Sportschützen erlaubt. Dagegen können die gleichen Waffen in den Kalibern .223 Rem oder .308 Win erworben werden. Außerdem gibt es inzwischen Ausnahmen für AK-Klone im Kaliber 7.62X39 mit geänderter sportlicher Schäftung. AK-Klone in 7.62X39 die technisch als Geradezugrepetierer ausgelegt sind, können ebenfalls erworben werden. Desweiteren sind Bul-Pup-Waffen (Waffen bei denen das Magazin hinter der Abzugsgruppe liegt), als Beispiel seien hier das IMI Tavor oder das Steyr AUG genannt, für das sportliche Schießen verboten. Zudem unterliegen Halbautomaten für Sportschützen einem Regelkontingent (3 Waffen), andere Langwaffen sind seit 2020 ebenfalls nicht mehr in beliebiger Anzahl erwerbbar ( bis zu 10). Generell gilt auch, dass Waffen laut Sportordnung des jeweiligen Verbandes in dem der Schütze Mitglied ist und für die entsprechende Schießsportdisziplin, zugelassen sein müssen.

Hinweise

Definition Langwaffe: „Langwaffen; dies sind Schusswaffen, deren Lauf und Verschluss in geschlossener Stellung insgesamt länger als 30 cm sind und deren kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge 60 cm überschreitet; Kurzwaffen sind alle anderen Schusswaffen.“
– WaffG Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4) Begriffsbestimmungen[1]

Großkalibrige Langwaffen werden bei zahlreichen sportlichen Wettkämpfen verwendet wie etwa Ordonanzwaffen-Disziplinen, Disziplinen für Gewehre mit ZF und Long-Range-Disziplinen sowie ISPC und Flinten-Disziplinen. Natürlich ist und bleibt die häufigste zivile Verwendung, die Jagd.

Erwerbsberechtigungen sind:

Sportschützen:

Waffenbesitzkarte – WBK Grün mit Voreintrag für 3 halbautomatische Langwaffen und  2 mehrschüssige Kurzwaffen (Regelkontingent/Regelbedürfnis)

Waffenbesitzkarte – WBK Gelb für bis zu 10 Einzellader-Langwaffen mit glatten und gezogenen Läufen, Repetier-Langwaffen mit gezogenen Läufen, Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition und mehrschüssige Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen).

Es gilt das Erwerbsstreckungsgebot: 2 Waffen innerhalb von 6 Monaten (2/6 Regel)

 

Jäger:

Gültiger Jahresjagdschein für alle Langwaffen

Waffenbesitzkarte – WBK Grün mit Voreintrag für  2 mehrschüssige Kurzwaffen (Grundausstattung)

Kein Erwerbsstreckungsgebot für Jäger!

 

Waffensammler:

Waffenbesitzkarte – WBK Rot alle Waffenarten die vom Sammelgebiet umfasst sind

 

Waffenhändler:

Waffenhandelslizenz (WHL)

 

Waffensachverständige, sonstige Berechtigte:

Waffenbesitzkarte – WBK Rot, Sonstige Berechtigungen/Sondergenehmigungen des BKA