Revolver

Achtung!

Alle Artikel aus dieser Produktkategorie sind erlaubnispflichtige Schusswaffen im Sinne des Deutschen Waffengesetzes (WaffG). Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis !

> weitere Hinweise zu Revolvern <

Einzelnes Ergebnis wird angezeigt

Revolver

Revolver sind in der öffentlichen Wahrnehmung die klassischen Handfeuerwaffen schlechthin. Bekannt hauptsächlich aus Western, entsteht der Eindruck Revolver gehören der Vergangenheit an. Tatsächlich haben Revolver im 20. Jahrhundert beim Militär (Russland, England, Deutschland) eine wichtige Rolle gespielt und sind bis heute in den USA, Kanada, Frankreich und Lateinamerika bei Polizeibehörden und privaten Bewachungsdiensten im Einsatz. In Amerika auch besonders zur Selbstverteidigung/Home Defense sehr beliebt und verbreitet. Sicherlich werden sie in allen Bereichen zunehmend durch Selbstladepistolen verdrängt, doch noch gibt es sie in großer Zahl.

In Deutschland sind Revolver nach wie vor bei Sportschützen und nicht nur bei Western-Fans, zur Ausübung verschiedener Schießsport-Disziplinen beliebt. Ob man sich für einen Revolver oder eine Selbstladepistole entscheidet ist Geschmackssache. In Bedienungs- und Funktionssicherheit sind beide Konzepte auf Augenhöhe, und auch für Revolver gibt es zahlreiche Tuningmöglichkeiten und Zubehör. Die Kaliberauswahl ist fast noch größer als bei Pistolen und Kaliber-Wechselsysteme stehen zur Verfügung. Moderne Revolver unterscheiden sich hinsichtlich verwendeten Materials, Fertigungsverfahren und Finish erheblich vom historischen „Six-Shooter“ und werden auch mit optischen Zielhilfen verwendet.  Die Trommel ist technisch und auch optisch das Hauptunterscheidungsmerkmal des Revolvers gegenüber der Selbstladepistole. Hauptnachteil des Revolvers für den behördlichen/militärischen Einsatz bleibt zweifelsohne die geringe Magazinkapazität, auch wenn es Schnellladehilfen (Speedloader) gibt. Bei Polizeibehörden spielen sie hierzulande traditionell keine Rolle, jedoch sieht man immer wieder Mitarbeiter im Geldtransport/Wachschutzbereich mit Revolver im Holster. Erwähnen kann man noch das auch Selbstladerevolver entwickelt wurden, sie stellen aber eher ein Nischenprodukt dar und zeigen was technisch möglich ist.

Weitere Hinweise

Single-Action

Beim Single-Action Revolver muss vor jeder Schussabgabe der Hahn gespannt werden. Dies hat den Vorteil eines kürzeren Abzugsweges und geringeren Abzugswiderstandes da die Trommel nicht beim Betätigen des Abzugs weitergedreht wird. Deshalb sind reine Single-Action-Revolver besonders treffgenau.

Double-Action

WaffG Anlage 1 (§ 1 Abs. 4) Begriffsbestimmungen (2.2): „Double-Action-Revolver sind keine halbautomatischen Schusswaffen. Beim Double-Action-Revolver wird bei Betätigung des Abzuges durch den Schützen die Trommel weitergedreht, so dass das nächste Lager mit einer neuen Patrone vor den Lauf und den Schlagbolzen zu liegen kommt, und gleichzeitig die Feder gespannt. Beim weiteren Durchziehen des Abzuges schnellt der Hahn nach vorn und löst den Schuss aus.“

 

 

Einige Revolver Kaliber*

 

7.62X38R Nagant

  • Belgische Entwicklung des ausgehenden 19. Jahrhunderts für den gasdichten Nagant M1895 Revolver. Ab 1895 in zaristischen Armee Russlands und auch in der Sowjetunion. Weitere Nutzer waren Polen, Belgien, Frankreich und Schweden.

.32 S&W, .32 S&W long

  • Revolverpatronen von 1878 bzw. 1896, letztere wurde aus ersterer weiterentwickelt weshalb Patronen .32 S&W auch aus Waffen für .32 S&W long verschossen werden können.

.38 S&W

  • 1876 von Smith & Wesson herausgebrachte Patrone, konnte sich in der Folgezeit durchsetzen und andere Hersteller entwickelten ebenfalls Waffen für das Kaliber.

.38 Special

  • Beliebte und früher bei Polizeibehörden in den USA weit verbreitete Revolverpatrone, sie kann auch in Revolvern, welche für .357 Magnum entwickelt wurden, verwendet werden, da sie schwächer ist. Inzwischen gibt es auch stärkere Varianten (+p, ++p).

.357 Magnum

  • Ähnlich der .38 Special aber stärker (Magnum) und mit einer längeren Hülse damit man sie nicht in Waffen für .38 Special laden kann, denn der höhere Druck könnte diese zerstören.
  • Überwiegend für die Selbstverteidigung (Nordamerika) verwendet.
  • Auch für Versionen der Desert Eagle Selbstladepistole geeignet.
  • Starker Rückstoß und hohe Stopwirkung, kostenintensiv.

.45 Colt (.45 Long-Colt)

  • Diese Patrone wurde 1873 mit dem Revolver Colt Single Action Army Standard Ordonanzwaffe der U.S. Army. Später entwickelte man aus ihr die Pistolenpatrone .45 ACP für die Colt M1911 Selbstladepistole.

.410

  • Ursprünglich ein kleines Schrot oder Flintenlauf-Kaliber, gibt es inzwischen auch Revolver zur Selbstverteidigung (Nordamerika) die mit einer längeren Trommel ausgestattet sind und somit dieses Schrotkaliber verschießen können. 

.454 Casull, .460 S&W Magnum

  • Leistungsstärkere Weiterentwicklungen der .45 Colt, deshalb können aus Waffen im Kaliber .460 S&W Magnum die beiden älteren Patronen ebenfalls verschossen werden.

.455 Webley

  • Britisches Kaliber, das zusammen mit dem Webley Revolver eingeführt wurde und im I. und II. Weltkrieg zum Einsatz kam. Schon während des II. Weltkrieges durch eine entsprechende Pistolenpatrone für die Selbstladepistole Automatic Pistol Mk.I nach und nach abgelöst.

.44 Special, .44 Magnum

  • Stärkere und neuere der beiden Magnum Revolver-Kaliber überwiegend für die Selbstverteidigung (Nordamerika) verwendet aber auch bei Polizeieinheiten.
  • Meist für Revolver, aber auch für bestimmte Unterhebelrepetierer verwendet.
  • .44 Special ist etwas schwächer und wird oft zum Üben genutzt.
  • Starker Rückstoß und hohe Stopwirkung, kostspielig (.44 Magnum)

.500 S&W Magnum

  • Eines der stärksten Kaliber für Faustfeuerwaffen überhaupt, es gibt nur wenige Waffen die dafür eingerichtet sind. Sehr starker Rückstoß, geringe V0. Sehr hohe Kosten.

 

*kein Anspruch auf Vollständigkeit, dient lediglich der Information

  • Mehrschüssige Kurzwaffen erwerben Sportschützen auf die Grüne WBK mit Voreintrag der Behörde, dabei gilt Erwerbsstreckungsgebot (2 Waffen im halben Jahr, 2/6 Regel) und Kontingentierung (2 Kurzwaffen insgesamt). Mehr als zwei Kurzwaffen können bei nachgewiesenem Bedürfnis, z.B. bei entsprechender regelmäßiger/erfolgreicher Wettkampfteilnahme, durch den Verband genehmigt werden.
  • Für Jäger gilt ebenfalls Grüne WBK mit Voreintrag (keine Kurzwaffe auf Jagdschein!). Der Erwerb von mehr als 2 mehrschüssigen Kurzwaffen ist auch für Jäger nicht ohne weiteres möglich. Die Notwendigkeit  muss glaubhaft gemacht werden (Bedürfnisnachweis) .