Pistolen

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Pistolen

Halbautomatische Pistolen, nur um diese geht es hier, entstammen konstruktiv dem 19. bzw. 20. Jahrhundert und werden nach dem Verschlußsystem kategorisiert (verriegelt/unverriegelt). Das bekannteste System ist das „Browning-Verschlußsystem“ und seine verbesserten modernen Varianten. So unterschiedliche Waffen wie die M1911A1 oder Glock verwenden das „Browning-System“. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Funktionsprinzip „Single Action“ (SA), „Double Action“ (DA), „SA/DA“ oder „DA only“.

Wer sich für technisch/konstruktive Aspekte von Selbstladepistolen und besonders für ihre Geschichte interessiert, müsste eigentlich von C96, P 08, PPK, P38, Tokarev, Makarov, Colt M1911 Government, Stechkin APS, FN Highpower, Beretta 92F, bis hin zu neueren Modellen wie Glock, HK USP usw. alles erwerben um die Entwicklung wirklich wiederspiegeln zu können! Bekanntermaßen können dies nur wenige Sammler mit der begehrten „Roten WBK“, welche dann auch noch das Sammelgebiet umfassen muss. Nicht jeder kann ernsthafter Sammler werden und deshalb ist für die allermeisten bei zwei Kurzwaffen Schluss. Deshalb muss man leider Entscheidungen bezüglich Typ und Kaliber treffen, etwas Abhilfe schaffen moderne Wechselsysteme um zumindest das Kaliber-Spektrum etwas zu erhöhen. Die meisten Schützen entscheiden sich für eine moderne Gebrauchspistole im Kaliber 9×19 Luger und eine zweite Kurzwaffe in einem anderen Kaliber, eventuell einen Klassiker, z.B. Colt M1911A1 Government oder einen Revolver .38 Special von Smith&Wesson, um das historische Interesse zu bedienen.

Bleibt die Frage: Welche Kaliber? In anderen Ländern, wie z.B. den Vereinigten Staaten oder Kanada wird die Frage nach dem richtigen Kaliber sehr wichtig genommen und heiß diskutiert. In diesen Ländern sind Sicherheit, Selbstverteidigung, Verteidigung von Haus und Familie (Homedefense), oft die entscheidenden Kriterien für die Wahl der Waffe, deshalb spielt das richtige Kaliber und somit Wirkung im Ziel, eine andere Rolle als in Deutschland. Jahrzehntelang wurde dort das Kaliber .45 ACP (.45 Auto), bei Pistolen (bei Behörden und Militär auch Maschinenpistolen) wegen der hohen Mannstoppwirkung favorisiert. Aus dem gleichen Grund verwenden amerikanische Spezialeinheiten wie die Navy Seals Waffen dieses Kalibers und viele Polizeieinheiten rüsten ihre Beamten nach wie vor mit Kurzwaffen in Kalibern .45 ACP oder.40 S&W (bzw. entsprechende Revolver-Kaliber) aus. Jedoch ändert sich das zunehmend, das europäische Kaliber 9×19 Luger (Parabellum, Para) hat sich weltweit bei Polizeieinheiten und auch beim Militär als Standardkaliber durchgesetzt. Zum einen ist moderne 9mm Munition durchschlagsstärker als früher, zum anderen ist sie leicht verfügbar und vor allem günstig im Preis. Trotzdem scheiden sich am Kaliber nach wie vor die Geister. In Osteuropa, vor allem Russland wird nach wie vor auch das Kaliber 9×18 Makarov verwendet. Neuere Kaliber gewinnen weltweit Marktanteile, wie z.B. 10 mm Auto, .40 S&W, 357 Sig. Historische Kaliber fristen ein Nischendasein (7,63 Mauser, 7.62×25 Tokarev), ebenso Exoten wie .50AE.

Aufgrund des günstigen Preises und der Verfügbarkeit, ist 9×19 für die allermeisten Sportschützen das Kaliber der Wahl. Deshalb gibt es wohl keinen Hersteller von Gebrauchs, -Sport -oder Polizeipistolen der nicht Waffen in diesem Kaliber in seinem Sortiment hat. Das Angebot an Wechselsystemen und die modulare Bauweise moderner Waffen ermöglicht zudem die Wahl zwischen verschiedenen Kalibern für eine Waffe. Moderne Gebrauchspistolen sind sehr funktionssicher, zuverlässig. Interne Sicherungen erhöhen die Handhabungssicherheit. Preisliche Attraktivität, modulare Bauweise und modernes Design prägen die neue Generation von Selbstladepistolen, die mit der Glock begonnen hat.

Für ambitioniertere Schützen gibt es natürlich auch im Kurzwaffenbereich nach oben preislich keine Grenze, Tuning in Bezug auf Abzugsverhalten, Visierung oder Oberflächenvergütung ist vielfältig. Bei dynamischen Schiessdisziplinen wie in der IPSC-Disziplin „Open Division Pistole“ werden hochwertige und kostspielige Waffen und Zubehör verwendet. Das Gegenteil ist jedoch auch möglich, in der Disziplin „Production Division Pistole“ , ebenfalls IPSC, werden Standard Dienstwaffen möglichst unverändert verwendet, also auch für schmalere Geldbeutel geeignet.

 Hinweise

Pistolen wie sie in diesem Shop angeboten werden, sind ausnahmslos halbautomatische Kurzwaffen (Selbstladepistolen). Im Behördlichen Einsatz haben sie sich Aufgrund der höheren Magazinkapazität gegenüber Revolvern (auch in den USA) durchgesetzt. Inzwischen sind sie durch den Einsatz interner Sicherungen auch genauso sicher wie Revolver. Sportschützen verwenden sie in unterschiedlichen Kalibern für zahlreiche Schießsport-Disziplinen. Viele Jäger nutzen sie für den Fangschuss bei der Nachsuche.

  • Mehrschüssige Kurzwaffen erwerben Sportschützen auf die Grüne WBK mit Voreintrag der Behörde, dabei gilt Erwerbsstreckungsgebot (2 Waffen im halben Jahr, 2/6 Regel) und Kontingentierung (2 Kurzwaffen insgesamt). Mehr als zwei Kurzwaffen können bei nachgewiesenem Bedürfnis, z.B. bei entsprechender regelmäßiger/erfolgreicher Wettkampfteilnahme, durch den Verband genehmigt werden.
  • Für Jäger gilt ebenfalls Grüne WBK mit Voreintrag (keine Kurzwaffe auf Jagdschein!). Der Erwerb von mehr als 2 mehrschüssigen Kurzwaffen ist auch für Jäger nicht ohne weiteres möglich. Die Notwendigkeit  muss glaubhaft gemacht werden (Bedürfnisnachweis) .

Einige Kaliber für Selbstladepistolen*


 

.22

  • Eine der wenigen Randfeuerpatronen. Im sportlichen Bereich weit verbreitet und dient oft als Einstieg zum Großkaliber.
  • Auch bei Spezialeinheiten und Agenten beliebt wegen der tatsächlich sehr leisen Signatur bei Verwendung mit Schalldämpfern und Lethalität auf sehr kurze Entfernung.
  • Auch für Langwaffen, dann mit längerer Hülse (.22lfb)

.25 ACP (6.35 Browning), .32 APC (7.65 Browning)

  • Früher verbreitete Kaliber auch bei Polizeiwaffen in Europa (z.B. Walther PPK), heute eher im Bereich Selbstverteidigung bei verdeckten Waffen (also nicht in Deutschland) verwendet, wird aber zunehmend als zu schwach für diesen Zweck angesehen und von 9 mm verdrängt.

7.63×25 Mauser, 7.62×25 Tokarev

  • Beide Patronen passen in Waffen des jeweils anderen Kalibers, auch wenn das nicht zu empfehlen ist. Die Mauser, Anfang des 20. Jahrhunderts (C96) weit verbreitet ist heute seltener im Gebrauch. M1930 Tokarev Munition wird weiterhin bei östlichen Spezialeinheiten genutzt, sie hat eine der höchsten v0 überhaupt bei Pistolenmunition und dadurch eine überdurchschnittliche Durchschlagsleistung auch gegen Schutzwesten und Kevlarhelme.
  • Millionenfach im 2. Weltkrieg für Maschinenpistolen verwendet (PPSh41, PPS43).

.380 Auto

  • Etwas kleiner im Durchmesser als 9 mm Luger für kleinere Selbstladepistolen zur Selbstverteidigung.

9×18 Makarov

  • Etwas schwächer als die 9X19 Luger aber im ehem. Ostblock genauso vielfältig und für die gleichen Einsatzzwecke in zahlreichen Pistolen-Typen als Standardmunition genutzt.

9×19 Luger

  • Für Militär und Polizei entwickelt (deshalb früher 9 mm Parabellum – für den Krieg), aufgrund der vorteilhaften ballistischen Eigenschaften, geringen Gewichts und damit hohen Magazinkapazität der dafür entwickelten Pistolen inzwischen sowie durch die massenhafte Verbreitung auch günstigen Preises, fast überall Standard Kaliber geworden.
  • Heute auch als Sportmunition überall verbreitet und beliebt.
  • Auch weltweit bei Maschinenpistolen verwendet.

21 mm IMI (9X21)

  • Entwickelt für Staaten in denen Kaliber die von Behörden benutzt werden für Zivilisten verboten sind, wie z.B. Italien. Deshalb auch als 9 mm Italian bezeichnet.

.357 Sig (9X22)

  • Pistolen (und Maschinenpistolen) Munition, modifizierte .40 S&W Hülse mit stärkerer Ladung.
  • Hohe v0 und Energie und damit hohe Durchschlagsleistung und große Reichweite. Kann in Waffen für .40 S&W verwendet werden führt aber zu starker Belastung des Materials.

10 mm Auto

  • Vom FBI in den 80er Jahren favorisiert. Stärker als 9 mm Munition (längere Hülse, mehr Pulver) und größerer Durchmesser und damit relativ starker Rückstoß bei hoher v0.

.40 S&W

  • Als Mittelweg zwischen 9X19 und .45 Auto inzwischen weit verbreitet im Bereich Law Enforcement, Selfdefense und auch im Sport. Kürzere Hülse als 10 mm Auto.
  • Moderater Rückstoß, gute ballistische Leistung.

.45 ACP (Auto)

  • Beliebtes Selbstverteidigungskaliber, früher auch bei Polizei und Militär in den USA (besonders auch für alle US Maschinenpistolen).
  • Niedrigere v0 aber hohe Durschlagsleistung bei geringer Reichweite. Geringere Magazinkapazität bei Pistolen als vergleichbare 9 mm oder .40 S&W aufgrund der Patronenmaße.

.50 AE

  • .50 Action Express (12.7 mm) von Action Arms für z.B. IMI Desert Eagle.
  • Hohe Kosten, starker Rückstoß, nur für Fans.

 

*kein Anspruch auf Vollständigkeit, dient lediglich der Information