Kurzwaffen

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Kurzwaffen

Kurzwaffen (Pistolen und Revolver) sind über einen langen Entwicklungszeitraum zu dem geworden was sie heute sind, technisch ausgereifte, teilweise auch schon ausgereizte Konzepte. Konstruktiv stammen die meisten Entwicklungen bei Revolvern aus der Zeit um 1860, Pistolen aus den letzten Jahren des Neunzehnten Jahrhunderts. Seitdem hat sich technologisch einiges geändert jedoch sind die grundlegenden Funktionsprinzipien gleichgeblieben. Immer neue Fertigungsmethoden, Werkstoffe/Materialien, Laufprofile und Oberflächenbehandlungen wurden und werden entwickelt. Die Ergonomie stetig optimiert, beidseitige Bedienung ist heute oft Standard. Gewichtsreduzierung durch Kunststoffe und Aluminiumlegierungen, weiterentwickelte Visierung und optische Zielhilfen, interne Sicherungen und Anbauteile verbessern die Waffen bzw. ihre Handhabung. Außerdem wird die Munition ständig optimiert, auch Umweltgesichtspunkte fließen inzwischen mit ein.

Nicht geändert hat sich der Schütze, er ist immer noch der Hauptfaktor (besonders bei Kurzwaffen) für die Schießergebnisse. Durch die Optimierung der Waffen, wird es immer schwieriger die Schuld für schlechte Ergebnisse auf das Material zu schieben, auch falsche Munitionswahl liegt ja letztlich am Schützen. Aber darum geht es beim Hobby -oder auch ambitionierten Sportschützen, die ständige Verbesserung der eigenen Ergebnisse und Freude am Sport mit Gleichgesinnten. 

Bei professionellen Anwendern (Behörden/Militär) spielen natürlich ganz andere Gesichtspunkte eine Rolle und Verlässlichkeit des Materials und Wirkung im Ziel sind eventuell überlebenswichtig und entscheidend für die Bewältigung der Anforderungen. Für Jäger sind Kurzwaffen nicht so entscheidend wie die Wahl der Langwaffe oder des richtigen Glases. Für den Fangschuss (Nachsuche) kann man Kurzwaffen verwenden, viele verzichten aber darauf und verwenden Langwaffen.   

Nun ist es in Deutschland so, das für die allermeisten bei zwei Kurzwaffen Schluss ist. Es gibt zwar die Möglichkeit weitere Kurzwaffen zu erwerben, wenn man entsprechende regelmäßige Wettkampfteilnahme und auch Erfolge vorweisen kann und der Verband dies bewilligt. Aber das wird nicht auf die Masse der Sportschützen zutreffen. Wir alle wissen wie schwer die Entscheidung für die richtige Kurzwaffe ist, zumal das Angebot an neuen Waffen groß und unübersichtlich erscheint, besonders im Bereich der kostengünstigen „Polymer-Pistolen“ gibt es immer wieder neue Modelle aller Hersteller, von Tuning und Zubehör ganz zu schweigen. Die Entscheidung für die richtige Waffe ist ein schwieriger Prozess und sollte gut überlegt werden. Entscheidet man sich für die „falsche“ Waffe, kann es auf Grund der Marktsituation unter Umständen schwierig werden, sie für einen vernünftigen Preis wieder zu verkaufen. Heute kann man sich im Internet leicht über alle Waffen informieren jedoch muss man bedenken, dass Kaufberatungen, Vergleiche und Tests oft einen kommerziellen Hintergrund haben also nicht immer als objektiv angesehen werden können. Hilfreich ist sicherlich der Rat erfahrener Schützenkameraden und die Nutzung von Leihwaffen am Schießstand. Hier kann man sich ein praktisches Bild machen und Vor -und Nachteile einer Waffe besser beurteilen. Ausschlaggebend sollte die Ergonomie, Balance, Handhabung und das Gewicht sein. Die Größe der Hand des Schützen ist von Bedeutung, wobei man bei modernen Gebrauchspistolen oft zwischen verschiedenen Griffschalen wählen kann, wie das bei Revolvern schon immer der Fall war. Das Gewicht ist Geschmackssache, nicht jeder Schütze erzielt mit einer sehr leichten Waffe die besten Ergebnisse.  Das Kaliber ist im sportlichen Bereich ebenfalls eine Frage der persönlichen Vorlieben und der auszuübenden Disziplin des Sportverbandes. Wirkung im Ziel spielt nicht die Rolle, bleibt Rückstoßverhalten und Kosten bzw. Verfügbarkeit der Munition und der Ersatzteile, sowie Tuning-Möglichkeiten. Bei dynamischen Disziplinen ist auch eine hohe Magazinkapazität ein Kriterium. Das Abzugsverhalten, welches sehr wichtig ist, kann man anpassen, die Visierung ebenso. Lauflänge ist ein Kriterium für Präzision (längere Visierlinie), sollte jedoch bei Waffen im unteren Preissegment nicht überbewertet werden. Wie die Waffe in der Hand liegt ist entscheidend für ein gutes Gefühl und Treffer. Am Ende bringt es allerdings auch nichts, wenn die Waffe objektiv gute Eigenschaften hat, sie sich aber irgendwie nicht mit ihr „anfreunden“ können, z.B. weil sie ihnen optisch nicht zusagt.

 

Wer sich für Pistolen und Revolver interessiert ist gezwungen sein Regelkontingent auch noch zu Teilen, die sprichwörtliche Qual der Wahl. Zwei Pistolen in unterschiedlichen Kalibern oder doch lieber einen Revolver und eine Pistole? Moderne Wechselsysteme helfen das Kaliberspektrum zu erweitern, für Freunde klassischer Kurzwaffen bleibt nur die Entscheidung für die eine oder andere Waffe bzw. Kaliber. 

Hinweise

Definition Kurzwaffen:  „Langwaffen; dies sind Schusswaffen, deren Lauf und Verschluss in geschlossener Stellung insgesamt länger als 30 cm sind und deren kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge 60 cm überschreitet; Kurzwaffen sind alle anderen Schusswaffen.“
– WaffG Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4) Begriffsbestimmungen[1]

Kurzwaffen sind umgangssprachlich Pistolen und Revolver und werden auch als Faustfeuerwaffen systematisiert, sie finden im Schießsport große Verbreitung sind aber auch wichtiges Arbeitsgerät für Polizei, Zoll, Militär und Sicherheitsfirmen.

Sportschützen

  • „WBK Grün“ mit Voreintrag für 2 mehrschüssige Kurzwaffen
  • Achtung! Erwerbsstreckungsgebot beachten (2 Waffen im halben Jahr, 2/6 Regel) Außerdem ist die Gesamtzahl der zu erwerbenden mehrschüssigen KW auf 2 Stück begrenzt (Regelkontingent), Ausnahmen wegen entsprechender regelmäßiger/erfolgreicher Wettkampfteilnahmen sind möglich und können vom jeweiligen Sportverband erteilt werden.

Jäger

  • Mehrschüssige Kurzwaffen ebenfalls auf „WBK Grün“  mit Voreintrag, nicht auf Jahresjagdschein! Der Erwerb ist auf 2 Kurzwaffen kontingentiert (sog. „Grundausstattung“), weitere Kurzwaffen sind nicht ohne weiteres zu erwerben (Bedürfnisnachweis), eine Bedürfnisvermengung von Jagdwaffen und Sportwaffen ist unzulässig.